Konzept vor Menge
Eine verbreitete Fehleinschätzung lautet: Mehr ist besser. Was in einer Mappe auffällt, ist aber selten die Anzahl der Blätter, sondern ob eine eigene Fragestellung erkennbar ist. Eine Auswahl, die konsequent an einem Thema arbeitet, wirkt oft stärker als viele lose Einzelstücke. Wie viele Arbeiten gefordert oder erlaubt sind, legt jede Hochschule selbst fest – die aktuellen Vorgaben der Wunschhochschule gehen immer vor.
Werkauswahl: Was zeigt, wie Sie denken
Eine Mappe ist kein Best-of Ihrer bisherigen Arbeiten, sondern ein Argument. Jede Arbeit sollte etwas zur Gesamtaussage beitragen – zur Frage, die Sie interessiert, zur Art, wie Sie ein Problem angehen. Skizzenbücher, Prozessfotos und verworfene Ansätze gehören oft genauso dazu wie die "fertigen" Werke, weil sie zeigen, wie Sie arbeiten, nicht nur was dabei herauskommt.
Typische Fehler
Zu breit gestreut (Malerei, Fotografie, Grafikdesign nebeneinander, ohne erkennbaren roten Faden), zu sehr an fremden Vorbildern orientiert, oder zu spät mit der Vorbereitung begonnen – gute Mappen entstehen selten in den letzten vier Wochen vor der Bewerbungsfrist. Ebenso häufig: die Mappe wird nicht auf die spezifische Hochschule und deren Anforderungsprofil zugeschnitten. Ein Studiengang für Kommunikationsdesign erwartet andere Schwerpunkte als ein Studiengang für Freie Kunst.
Wie eine Begleitung helfen kann
Eine Mappe ist auch deshalb schwer allein zu entwickeln, weil die eigene Perspektive fehlt – man sieht die eigene Arbeit zu nah. Eine erfahrene, außenstehende Einschätzung hilft, die eigentliche Fragestellung hinter den Arbeiten überhaupt erst zu erkennen, unnötige Arbeiten auszusortieren und eine Mappe zu bauen, die konsequent für sich selbst spricht.
Zur Mappenvorbereitung →